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Die Trotzphase – oder: ich will ich will ja, nein, ja, nein – BÄH!

Die Trotzphase trifft uns alle irgendwann
Die Trotzphase trifft uns alle irgendwann

Mein Erstgeborener Sohn ist im Moment am Höhepunkt seiner Trotzphase (hoffentlich der Höhepunkt) angekommen. Im Januar wird der kleine Mann stolze vier Jahre. Im dritten Lebensalter gingen wir durch etliche Höhen und Tiefen, wobei ich als Mama oft das Gefühl hatte das die „Tiefen“ überwiegen. Die Trotzphase macht wahrscheinlich vor keinem Kind halt.

Schon als Baby war unser Erstgeborener quengelig. Er hat oft geweint und gezetert, ohne das es für mich als Erwachsene einen richtigen Grund geben könnte. Die Trotzphase war vorprogrammiert. Jetzt haben das Gezeter und Weinen oft ein höheres Level erreicht.


Das geht von „bääääh das will ich nicht essen“ bis hin zu: „neeee das issss nich meine Tasse! Ich will aus meiner Tasse trinken!“. Mir ist aufgefallen, dass er vor allem in Verbindung mit seinem kleinen Bruder häufiger ausflippt und empfindlich wird. Sein kleiner Bruder ist zwar kleiner, jedoch versteht er es Rafael alles rauszukitzeln was die Trotzphase hergibt. So nimmt er dem großen Bruder eines der Spielzeuge, mit denen dieser sich beschäftigt weg, schon ist es um diesen geschehen. Er heult und brüllt und quietscht sofort los. Aber der kleine Zwerg hört ja dann nicht auf, nein er treibt es erst Recht auf die Spitze. Im Schlimmsten Fall wirft er mit dem Spielzeug nach seinem großen Bruder und im allerschlimmsten Fall (ja schon vorgekommen) trifft er ihn damit auch. Autschi!

 

Schlichten in der Trotzphase ist angesagt

 

Treibt es der kleine Bruder zu weit, versuche ich „dazwischen“ zu gehen. Den Großen beruhigen und ihm erklären, dass er anders als mit Brüllen und Weinen reagieren kann. Reden wäre eine schöne Sache! Der Kleine wird natürlich ebenfalls „ermahnt“ bitte nicht mit Sachen nach seinem großen Bruder zu werfen (vor allem nicht mit großen und schweren:-O).

 

Alles in allem haben wir momentan mit unserem Großen fast täglich die Situation des „Isss will das haben!“ „Ich will das niiiiicht!“ bis hin zu „Wenn ich das nisss bekomme, dann hau ich dich Mama!“. Kind in der Trotzphase wie es leibt und lebt. Meine Devise ist dabei: nicht persönlich nehmen, cool bleiben, locker und unbeteiligt reagieren. Sobald ich es zu sehr an mich ran lasse wird es nämlich kritisch. Dann gibt es Konfrontation und wir drehen uns im Kreis mit den Diskussionen. Ruhig bleiben und dann den Moment abpassen, um auf das Kind einzugehen und mit ihm nochmal die Situation durchzusprechen. Oder auch nicht. Man kann im Alltag nicht immer den richtigen Moment abpassen, vor allem nicht mit einem Kind in der Trotzphase. 

 

Wichtig ist für mich nur: es geht irgendwann vorbei und Mama und Kind können auch in der Trotzphase etwas lernen, sich weiterentwickeln. Unsere Kinder brauchen das, sie lernen Grenzen kennen und testen diese aus. Und wir Mamas müssen dann einfach mal cool bleiben, auch wenn das von Situation zu Situation schwieriger oder leichter ist. Auf Dauer klappt es mit oder ohne Trotzphase aber immer besser.

 

Steckt ihr auch mitten in der Trotzphase? Ich freue mich über Erfahrungen und Kommentare. 

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