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Mama das esse ich nicht! Warum das Kochen für Kinder manchmal schwierig ist

Jeden Morgen das Gleiche, wenn es um das Kochen für Kinder geht! Mama hat etwas Neues gekocht und die Jungs wollen nicht mal probieren. Schlimmer noch, wenn Gemüse auf dem Tisch steht, dann stehen Ausrufe wie „IIIIIH“ und „Bääääh“ auf der Tagesordnung.

Ich schimpfe jedes Mal auf die Natur, die uns Eltern diesen üblen Streich gespielt hat. Kochen für Kinder ist einfach nicht leicht. Wie wir alle wissen, gehört Gemüse zu den gesündesten Lebensmitteln. Doch ist Gemüse auch das, was Kinder und Babys am wenigsten mögen, zumindest unsere beiden Rabauken. Warum ist das so? Können Mama und Papa etwas tun? Warum ist Kochen für Kinder manchmal so schwer?

 

Die prähistorischen Geschmackspräferenzen

 

Puh. Nachdem ich ein wenig recherchiert habe, gibt es tatsächlich eine Erklärung für das „Gemüse ist bäääh“ Phänomen und damit auch eine Erklärung dafür, warum das Kochen für Kinder viele Mamas manchmal nervenaufreibend ist. Laut Experten wurden wir Menschen vor Hunderttausenden von Jahren geprägt. Einfach in den Supermarkt fahren und Lebensmittel kaufen, das gab es damals logischerweise nich. Die prähistorichen Mütter mussten sich noch keine Gedanken über das Kochen für Kinder machen. Die Menschen mussten ihr Essen damals hart erkämpfen und suchen. Süßes und fettreiches Essen war ein sehr seltener Fund. Als Leckereien galten fettreiche Larven, Knochenmarkfett und Honig. Da sage ich zur Abwechslung mal Bäääh (naja außer zum Honig)! Doch das süße und fettige Zeug war für die Kinder wichtig zum überleben und wachsen. Gemüse ist extrem kalorienarm, deshalb hätte ein prähistorisches Kind nicht genug Kalorien enthalten, wenn es nur Gemüse gegessen hätte. Heute haben darum die meisten Menschen einen angeborenen Instinkt, zuckerhaltige, kalorienreiche Nahrung zu essen. Bei Kindern ist dieser Instinkt besonders ausgeprägt, da sie sich im Wachstum befinden. Wissenschaftler wollen sogar herausgefunden haben, dass der Drang nach Süßem bei Kindern in einer Wachstumsphase noch stärker vorhanden ist. Deshalb essen Kinder manchmal pappsüßes Zeug, das wir Erwachsene gar ekelig finden. Und deshalb ist das Kochen für Kinder manchmal so schwierig.

 

Das Gemüse muss ins Kind - das Kochen für Kinder muss leichter werden

 

Da unsere Kinder heutzutage kein Problem damit haben an Süßigkeiten zu gelangen, sollten sie jedoch auch das gesunde Gemüse essen, das Mama täglich aufs Neue auf den Tisch stellt. Doch wie geht es einfacher mit dem Kochen für Kinder?

Die meisten Mütter wissen es bereits, bitteres Gemüse mögen die meisten Kinder nicht. Auch dies rührt aus prähistorischen Zeiten. Denn bei bitter schlugen damals die Alarmglocken, das Essen könne vergiftet sein. Bis heute mögen vor allem viele Kleinkinder und Babys den bitteren Geschmack nicht. Kinder mögen einen milden, süßen Geschmack. Also was können Mama und Papa tun um das Kochen für Kinder leicher zu machen?

 

Als ich nicht mehr weiter wusste, vor allem als unser Kleiner noch im Baby Alter war, wendete ich mich an unsere Kinderärztin und begann zu recherchieren, wie das Kochen für Kinder einfacher werden kann. Unsere Ärztin erklärte mir, dass vor allem Babys zunächst mehrmals probieren müssen. Es hängt natürlich vom Kind ab, aber ganze zehn- bis fünfzehnmal dauert es ungefähr, bis ein Baby das Gemüse vom Geschmack her akzeptiert (danke Natur, vermutlich speichert das Baby Gehirn dann ab: kann man machen, nicht giftig!). Direkt getestet und funktioniert. Zumindest bei Paprika (mittlerweile sogar in allen Farben, juhuu!) und Gurken. Die Tomaten sind im Kommen. Bei unserem Großen sind wir mittlerweile sogar bei Brokkoli, Zucchini, Aubergine und vielem mehr angekommen. Nicht sonderlich viel, aber ich bin ehrlich gesagt froh, dass überhaupt etwas vom Gemüse in den Bauch wandert. Desto mehr Sorten von den Kindern gegessen werden, desto einfacher ist es für mich als Mama, ihnen etwas Neues anzubieten und umso leichter wird das Kochen für Kinder. Doch der erste Schritt, das Probieren, ist der schwerste.

 

Anreize schaffen – belohnen und loben - dann wird da Kochen für Kinder einfacher

 

Es lässt sich, zumindest bei unseren Jungs, nicht vermeiden. Damit sie das Gemüse probieren und es nach und nach gerne essen, muss es Anreize geben. Bei unserem Kleinen reicht es oft, wenn Mama und Papa in die Hände klatschen und vor Freude jubeln, als hätte er die US Open gewonnen. Bei unserem Großen muss schon härteres Geschütz aufgefahren werden. Der ist nicht so leicht zu knacken. Hier muss mit einer Aussicht auf eine Leckerei für das neue Gemüse geworben werden. Die Aussicht auf die Süßigkeit (wobei wir wieder auf dem Stand der prähistorischen Kinder wären), verleitet ihn meist zum Probieren. Und in 80 Prozent der Fälle lautet sein Fazit: „Mmmmhhh das schmeckt lecker!“. Und so wird das Kochen für Kinder Stück für Stück leichter.

 

Mama zaubert auf dem Teller

 

Was beiden Jungs gleichermaßen gefällt ist, wenn Mama zum Beispiel ein lächelndes Gesicht oder ein Tier aus dem Gemüse auf den Teller zaubert. Kinderaugen essen genau wie unsere, eben auch mit. Dann muss erst mal die Nase weggegessen werden, die Ohren verschwinden und der Mund geht ebenfalls ab in den Bauch. Wenn mal ein ganz schlechter Essens Tag ist, dann werden auch Spiele am Tisch gespielt wie zum Beispiel: dein Mund ist ein Fahrstuhl, die Gurkenfreunde warten unten auf die Nudelfreunde usw. Es gibt wirklich viele Tricks, ein Kind zum essen zu bringen. Jedes Kind spricht auf eine andere Taktik an.

 

Der Saft machts – eine gute Alternative zum Kochen für Kinder

 

Unsere beiden Jungs lieben Säfte. Deshalb ist das für uns eine gute Alternative manches Gemüse, gepaart mit Obst, in Form von Saft in sie hineinzubefördern. Meine letzte Anschaffung war ein Entsafter. Dieser kommt jetzt fast täglich zum Einsatz. Gerade hier können sich die Jungs noch ein paar Vitamine extra holen. Den Jungs gefällt es gut, denn sie helfen Mama beim Saft zubereiten. Bisher finden es beide total spannend, vor allem wenn es dann beim Pressen laut wird und sie sehen wie das Obst und Gemüse ausgepresst wird.

 

Habt ihr weitere Tipps und Tricks wie wir unsere Kinder zu gesundem Essen bewegen können und die das Kochen für Kinder einfacher machen? 

 

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