Kuscheln und Knuddeln – meine Familie stärkt ihr Immunsystem

Es ist Winter und da sind sie wieder, die lieben Viren und was sonst noch durch den Kindergarten fliegt. Und weil es fast unumgänglich ist, sind ein paar davon auch bei uns eingezogen. Vor drei Wochen lag die gesamte Familie flach. Das ganze Programm wurde aufgefahren von heißem Tee mit Honig über Inhalieren bis hin zu Wadenwickeln. Und wie es so ist, waren die drei Jungs ganz schön quengelig. Es zwickt hier, es zwickt da und sowieso ist alles doof und blöd.

 

Nicht nur Vitamine stärken das Immunsystem

 

Es ging vorüber, so viel sei dazu gesagt. Ein wichtiger Faktor dafür waren jedoch nicht nur die Medikamente, sondern auch die gemeinsame Kuschelzeit. Das Kuscheln schön ist für alle Familienmitglieder, weiß eigentlich jeder. Körperkontakt vermittelt Zärtlichkeit, Liebe, Schutz und Zuneigung. Desto kleiner die Kinder sind, desto größer ist der Faktor Kuscheln. Denn der Körperkontakt ist ein wichtiger Baustein, der ihre Entwicklung fördert.  Je mehr wir Eltern unser Kind mit kuscheln und umarmen verwöhnen, desto besser läuft es mit der emotionalen Entwicklung des Kindes. Doch die wenigsten Eltern wissen, dass Kuscheln auch dabei hilft eine Erkältung schneller und effektiver zu überstehen. Denn nicht nur die Seele des Kindes braucht regelmäßige Kuscheleinheiten, das Zauberwort heißt Oxytocin.

      

Oxytocin  fördert die Genesung

 

Die Zärtlichkeiten zwischen Eltern und Kind sorgt dafür, dass das sogenannte Glückshormon Oxytocin vermehrt vom Körper ausgeschüttet wird. Viele Mütter kennen dieses Glückshormon bereits. So ist es kurz vor der Geburt für unsere Wehen verantwortlich. Danach sorgt das Ausschütten von Oxytocin dafür, dass die Brust genügend Milch für unser Baby produziert.

      

Das Oxytocin ist unser Familienjackpot. Denn es spielt eine große Rolle bei der Bildung unserer Abwehrzellen im Blut. Dadurch stärkt Oxytocin vor allem bei Kindern das Immunsystem. Studien haben bewiesen, dass Kinder, die häufig von ihren Eltern in den Arm genommen und gestreichelt werden nicht so oft an Infekten leiden wie diejenigen Kinder, die nicht so viele Kuscheleinheiten erhalten. Sie schütten mehr Oxytocin aus. Ebenso geht es Kindern, die schon an Husten und Schnupfen leiden. Der Körperkontakt und demnach das ausgeschüttete Oxytocin, sorgt dafür, dass sie unter Umständen schneller wieder genesen.

 

Glückshormone auch für Mama und Papa

 

Berührung von Mama und Papa, das Streicheln über den Rücken oder Arm. Dabei werden Nerven Stimuliert, die das Glückshormon Oxytocin bei den Kleinen ankurbeln.

 

Neben den Kindern, profitieren auch wir Eltern von den Kuscheleinheiten. Mama muss arbeiten, kochen, aufräumen, einkaufen und noch vieles mehr. Dass wir Mamas manchmal ganz schön gestresst sind, muss ich gar nicht erwähnen und das wir eine große Portion Oxytocin gebrauchen könnten wohl auch nicht. Es gibt nichts schöneres, als dann mit unseren kleinen Zwergen kuscheln zu dürfen. Das bedeutet nämlich auch für mich eine Extraportion Kraft und Energie für den Tag.

 

Das Glückshormon Oxytocin kann allerdings noch mehr. Eine Studie durch Forscher des Max-Planck-Instituts (MLP) hat ergeben, dass Oxytocin sogar einen schmerzlindernden Effekt hat. Durch tägliche Berührungen wird das Glückshormon Oxytocin ausgeschüttet und hemmt den Schmerz-Reiz im Gehirn. Zusätzlich stärkt das Hormon die Bindung zwischen zwei Personen. Ein unglaublicher Alleskönner, dieses Oxytocin.

      

Rituale und Kuschelzeiten in den täglichen Alltag einbauen für mehr
Oxytocin

 

Die beste Kuschelzeit ist bei uns ganz klar am Wochenende, vor allem am Sonntag. Meine Familie kann sich morgens viel Zeit beim Aufstehen lassen. Ob im Bett oder auf der Couch, vor allem im Winter ist es jetzt richtig schön den Kindern viel Zärtlichkeit und Liebe vermitteln zu können. Der Alltag macht jedoch auch am Wochenende nicht halt. Mama und Papa müssen sich täglich um den Haushalt kümmern, Einkaufen und Kochen. Unter der Woche geht es natürlich noch stressiger zu, denn da müssen Mama und Papa noch ins Büro und die Kleinen in den Kindergarten. Es wird also dringend Oxytocin benötigt.

      

Tägliche kleine Zeitinseln zum kuscheln finden sich aber immer. Gerade vor dem Abendessen mit Papa, nach dem Abendessen mit Mama. Ich bringe die Jungs gerne und oft ins Bett, und das ist für mich dann die schönste Zeit des Tages. Die beste Gelegenheit um den Kleinen Geborgenheit und Liebe zu vermitteln. Ganz nebenbei schütten sie dadurch ordentlich Oxytocin aus:).

Zwar haben wir am Wochenende mehr Zeit für Kuschelphasen, doch auch unter der Woche gehört Kuscheln zum täglichen Programm, da wir wissen wie unglaublich wichtig es für unsere Kinder und uns Eltern ist. Deshalb sollten wir uns täglich bewusst sein, das wir unsere Kinder durch Zuwendung in so einfacher Weise fördern können. Und eins ist klar: durch unsere Kuschelzeiten werden nicht nur die Kinder glücklicher und gesünder, sondern auch wir.
Oxytocin für alle!


Erfahrt auf Wikipedia mehr über Oxytocin, das Hormon das gesund und glücklich macht:)



Habt ihr positive Erfahrungen mit dem Kuscheln gemacht? Kennt ihr das Glückshormon Oxytocin?

 

 

 

 

 

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