Eine griechische Tragödie: Aufräumen und Putzen mit Kindern

Aufräumen und Putzen in einer Wohnung mit Kindern
Aufräumen und Putzen in einer Wohnung mit Kindern

Bevor ich meine Geschichte vom Aufräumen und Putzen erzähle, eine Geschichte aus der griechischen Mythologie: Oknos war ein alter Mann, der zu den Verdammten des Hades gehörte. Auf Ewig musste er ein Seil aus Binsen flechten. Das Ende dieses Seiles wurde immer wieder von einer Eselin gefressen. So musste er mit seiner Arbeit immer wieder von vorne beginnen.

Ich bin Oknos! Denn das Aufräumen und Putzen im Haushalt mit zwei Kleinkindern gleicht dieser Geschichte. Nur das meine Jungs die Esel sind! Der Tagesablauf von Oknos erinnert mich in gewisser Weise an meinen Alltag.


Drei Tage in der Woche sitze ich im Büro. An meinen beiden freien Tagen, kann ich „entspannt“ meiner Arbeit im Haushalt nachgehen, auch wenn im Haushalt mit Kindern das Aufräumen und Putzen täglich dazugehören. Starten wir morgens gemeinsam in den Tag, ist die Wohnung noch ordentlich, denn am Vortag war Mama fleißig am Aufräumen und Putzen. Das ändert sich aber innerhalb von Minuten. Nämlich dann, wenn die Kleinen ais ihren Betten hüpfen. Sie fangen nämlich sofort an mein Seil von hinten aufzufressen, eben genau wie die Eselin in der Geschichte. Die Jungs schütten ihre Milch aus, bröseln mit ihren Brötchen um den Frühstückstisch herum und verteilen ihre Klamotten in der Wohnung. Das Aufräumen und Putzen vom Vorabend, umsonst! Nachdem sie ihr Chaos verrichtet haben, werden sie angezogen, frisch gemacht und wir ziehen gemeinsam in den Kindergarten. Während die Jungs ihrem Drang nach Chaos in der Kita weiter fröhnen, geht Mama ans Werk und knüpft das Seil wieder von vorne. Es geht ans Aufräumen und Putzen!


Zuvor wird jedoch in entspannt ruhiger Atmosphäre (es ist so wunderbar still wenn die Zwerge nicht da sind) ein leckerer Cappuccino getrunken. Danach ist Mama dann voller Energie und ausgeruht. Frisch geht es ans Werk. Lappen in die Hand und die Wohnung wieder in Ordnung gebracht. Aufräumen und Putzen ist angesagt.


Wohnung sauber halten – Helferlein kommet doch all in unseren „sauberen“ Stall


Im Laufe der Zeit habe ich mir viele kleine Helferlein gesucht, die mir im Haushalt mit zwei kleinen Kindern treu zur Seite stehen. Aufräumen und Putzen wird so um einiges leichter. Einer meiner besten Freunde ist unser Handstaubsauger. Wenn die Krümelbahn um den Frühstückstisch gezogen ist, dann kommt der Handstaubsauger zum Einsatz. Für mich, eine der schnellsten Möglichkeiten den Boden zwischendurch sauber zu halten. Der Handstaubsauger ist immer einsatzbereit und es lassen sich mit ihm sofort die groben Krümel auf dem Boden aufsaugen. Deshalb  gehört der Handstaubsauger definitiv in jeden Haushalt mit Kindern dazu. Mein bester Freund ist unser Saugroboter. Ihm gebührt ein eigener, ausführlicher Artikel.


Während die Jungs ihr Chaos weiter auf den Kindergarten ausdehnen, kann ich neben dem Aufräumen und Putzen noch den anderen alltäglichen Hausarbeiten nachgehen. So wird Wäsche gewaschen, es wird gekocht und es geht ans Bäder putzen. Während die Jungs nicht da sind, habe ich die Chance den Urzustand unserer Wohnung wieder herzustellen. Aufräumen und Putzen ist ohne die beiden Wirbelwinde viel einfacher.


Spiegel und Fenster: Das Tor zur Hölle


Fenster und Spiegel sind in unserer 107qm großen Wohnung das Tor zur Hölle. Denn Sie sind tatsächlich die Seile, die von unseren beiden Eselchen täglich gefressen werden. Zwei Spiegel könnten quasi stündlich geputzt werden, da unsere Jungs diese beim Toben mit ihren Händchen vollklatschen. Außerdem schauen sie sich gerne in den Spiegeln an, weshalb sie ganz nah rangehen müssen. Sie kleben dann mit Händen, Nasen und Mündern direkt an den Spiegeln. Dabei ist ihnen egal, ob die Händchen gerade verklebt oder verschmiert sind. 


Unsere Fenster erleiden meist dasselbe Schicksal, sieben Tage lang jede Woche. Denn nach draußen schauen unsere Jungs gerne, aber nicht aus sicherer Entfernung, das Auge muss direkten Kontakt haben mit dem Fenster. Sonst sieht man ja nicht, wie der Wauwau des Nachbarn draußen ein Häufchen in den Garten macht! Der Glasreiniger steht deshalb bei uns immer griffbereit, um die täglichen Flecken wieder wegzuzaubern.


Ich bin Oknos – aber ich sitze glücklicherweise nicht im Hades


Ja ich bin Oknos. Genau, wie er sein Seil täglich knüpft, versuche ich täglich die Baustellen durchs Aufräumen und Putzen in der Wohnung wegzuschaffen. An manchen Tagen habe ich das Gefühl, das ich nichts anderes mache ausser Aufräumen und Putzen. Kommen die Jungs mittags wieder nach Hause, dann geht es am Abend wieder von vorne los mit dem Aufräumen. Ein ewiges Unterfangen, das nur funktionieren kann, wenn ich auch ein bisschen dabei entspanne. 


Beim Aufräumen und Putzen schalte ich ab und bekomme den Kopf frei. Ein bisschen hat es fast was von Meditation. Ich kann über die bevorstehenden Tage nachdenken, schmiede Pläne im Kopf und genieße dabei auch die Ruhe in der Wohnung. Wenn das Werk vollbracht ist, dann bin ich mit mir selbst zufrieden. Denn ich habe es wieder durchs Aufräumen geschafft, ein bisschen Ordnung in die Wohnung zu bringen. An Tagen mit richtig viel Energie wird noch Musik angemacht, dann „tanzt“ Mama quasi durch die Wohnung beim Aufräumen und Putzen. Und zwischendurch werden immer wieder Pausen eingelegt, damit sich der Mama Stress in Grenzen hält. Wie man den ein bisschen abbauen kann, lest ihr hier.


Wie sieht bei euch der alltägliche Wahnsinn im Haushalt aus? Seit ihr auch ein bisschen Oknos wenn es um das Aufräumen und Putzen geht?

 


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